Muckturnier

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18. Muckturnier der JU Leupoldsgrün am 28.02.

Plakat für das 18. Muckturnier der JU Leupoldsgrün am 28.02.2020

Am 28.02. ist es wieder so weit: Im Schießhaus des Schützenvereins Frohsinn in Leupoldsgrün findet das legendäre Muckturnier der JU Leupoldsgrün statt, 2020 bereits zum 18. Mal!

Die Leupoldsgrüner JUler sind meine dienstältesten User – sie waren von Anfang an dabei: Das wird tatsächlich bereits das neunte Mal sein, dass das Turnier mit dem Muckturnier-Programm ausgewertet wird.

Auf Facebook gibt es auch eine passende Veranstaltungsseite.

Wie sehen uns spätestens dort :-)

Hotfix: Muckturnier 3.3.1

Da ist mir doch glatt ein kleiner Fehler entgangen! Ein Bugfix-Release ist nötig, weil der Fehler unter gewissen Umständen das Netzwerk unbenutzbar macht. Einzelplatz-Nutzer sind davon nicht betroffen; es sollte aber natürlich jeder das Update installieren.

Wenn man mit Muckturnier 3.3 ein Netzwerk laufen hat und einen Namen editiert, bevor Ergebnisse eingegeben wurden, dann kann es – sowohl auf der Server- als auch auf der Client-Seite – passieren, dass das Programm hängen bleibt und nicht mehr reagiert. Genaueres steht im ChangeLog.

Version 3.3.1 behebt dieses Problem.

Muckturnier 3.3: Verbesserte Anmeldung, macOS-App und AppImage

Die Neue Version von Muckturnier, dem Programm für die Turnierleitung, ist ab jetzt verfügbar! Dieses Mal mit einem ziemlich langen Release Announcement, weil es viele Neuerungen gibt. Vor allem Verbesserungen bei der Anmeldung; außerdem wird ab jetzt macOS als Zielplattform offiziell unterstützt. Im Einzelnen:

Abwesende Anmeldungen

Es kann jetzt eine Markierung als „Markierung für abwesende Anmeldungen“ definiert werden. Anmeldungen, die so markiert sind, werden ignoriert (also nicht mitgezählt). Der entsprechende Abschnitt der Einstellungen für Markierungen sieht so aus:

Markierung für abwesende Anmeldungen

Das ist z. B. nützlich, wenn mit Voranmeldungen gearbeitet wird, und die Paare bzw. Spieler noch nicht gekommen sind.

Gesonderte Behandlung allein gekommener Spieler

Die in Version 3.1 eingeführten „automatischen Markierungen“ wurden weiterentwickelt. Gedacht war das Feature zum Markieren allein gekommener Spieler (für Turniere mit festen Paaren). Allerdings wurden diese bisher trotzdem wie ein Paar behandelt, nur eben dass eine Markierung gesetzt werden konnte.

Jetzt weiß das Programm, wer allein da ist. Jedenfalls dann, wenn die nötigen Einstellungen vorgenommen werden. Der frühere Abschnitt „Automatische Markierungen“ sieht jetzt so aus:

Einstellungen für allein gekommene Spieler

Bei den Auswahlboxen „Markierung für ‚Allein da‘“ und „Markierung nach Zuordung“ kann jeweils eine der definierten Markierungen ausgewählt werden. Die Letztere wird von der neuen Funktion „Einzelspieler zuordnen“ (aufrufbar über das Kontextmenü der Anmeldeseite) gesetzt, die aus zwei Einzelspielern ein Paar generiert.

Nun können allein gekommene Spieler auch im Anmeldestatus mit berücksichtigt werden. Es werden nicht mehr nur die Anzahl der angemeldeten Paare angezeigt, und ob sie durch zwei teilbar ist, sondern auch, ob es allein gekommene Spieler gibt, ob noch Spieler bzw. Paare fehlen und auch, wie viele Tische besetzt sind bzw. wären.

Eingabe der Auslosung jetzt auch schon vor dem Turnierstart

Bisher wurde die Auslosung über die Ergebnisse der 1. Runde eingegeben. Die automatische Tisch- bzw. Paarauswahl stand folglich erst ab der 2. Runde zur Verfügung. Jetzt ist es möglich – natürlich optional, sofern die Auslosung vor dem Turnierstart bereits bekannt ist – die Auslosung vorab einzugeben. Damit kann dann die automatische Tisch- bzw. Paarauswahl auch schon in der 1. Runde genutzt werden (und man hat einen Überblick über die Auslosung).

Wenn man das Feature nutzen will, dann muss man zunächst die Spalte „Auslosung“ auf der Anmeldeseite einblenden:

Auswahl der eingeblendeten Spalten auf der Anmeldeseite

Danch gibt es dann beim Klicken auf die Spalte einen Eingabedialog (analog zum Markieren-Dialog; alternativ kann der Dialog auch über das Kontextmenü eingeblendet werden), mit dem man die Auslosung eingeben kann:

Dialog zur Eingabe der Auslosung

Als Vorauswahl wird in dem Dialog der jeweils nächste freie Platz gesetzt.

Die Statuszeile gibt Auskunft über den Stand der Auslosung (sind alle Paare/Spieler ausgelost, gibt es Lücken etc.). Mittels „Extras“ → „Übersicht Auslosung“ kann zusätzlich eine Seite eingeblendet werden, die alle Tische samt der bisher ausgelosten Paare bzw. Spieler zeigt.

Muckturnier jetzt auch für macOS

Apples macOS wird von Qt, dem Framework, das das Muckturnier-Programm nutzt, unterstützt. Von daher – das war bisher die Annahme – müsste man das Programm auch auf Mac bauen können. Kann man auch. Ein paar kleine Anpassungen waren nötig, aber unterm Strich ist es kein großes Problem gewesen, das Muckturnier-Programm vernünftig auf Mac zum Laufen zu bekommen. Das allermeiste macht Qt ja schon selbst.

Da der durchschnittliche Mac-User vermutlich mit dem Kompilieren von Software ähnlich viel am Hut hat, wie der durchschnittliche Windows-User, gibt es ab jetzt ein macOS-App-Paket für das Muckturnier-Programm.

Das Programm kann man „einfach so“ nutzen. Nach dem Ziehen in „Programme“ weiß macOS dann auch, dass das Muckturnier-Programm eine „.mtdb“-Datei öffnen kann, incl. schickem Icon.

Ich persönlich bin der Archetyp eines Nicht-Mac-Users :-P Also bin ich für jede Rückmeldung über Muckturnier auf Mac dankbar!

AppImage für Linux

Damit auch die Linux-User nicht zu kurz kommen, gibt es ab sofort auch ein AppImage für Muckturnier. Wer AppImage nicht kennt: Eine solche Datei enthält das ganze Programm samt aller Abhängigkeiten. Man kann es, nachdem man es als ausführbar markiert hat, „einfach so“ starten und benutzen, ganz ohne Installation und ohne weitere Abhängigkeiten.

Gebaut wird das Paket auf der ältesten verfügbaren LTS-Version von Ubuntu (momentan ist das Ubuntu 14.04.6 LTS „Trusty Tahr“). Es müsste auf den allermeisten gegenwärtig verfügbaren 64-Bit-Desktop-Distributionen laufen (32-Bit-Nutzer bauen bitte nach wie vor selbst, aber das düfte ja mittlerweile wirklich die Minderheit sein). Hier auf Gentoo Linux läuft es jedenfalls problemlos.

Prinzipiell ist es natürlich immer ratsam, das Paket aus den Quelltexten zu übersetzen und dynamisch zu linken. Damit gibt es keine redundaten Bibliotheken, und man bekommt den nativen „Look and Feel“, den man sonst auch gewohnt ist – samt Dateidialogen etc.
Aber zum „schnell mal Ausprobieren“ bzw. „einfach so Benutzen“ taugt es allemal, zumal ja das Muckturnier-Programm normalerweise vermutlich nur punktuell (ein Mal im Jahr?) eingesetzt wird. Und mit ziemlicher Sicherheit wird es keine einzige Distribution jemals offiziell in ihr Paket-Repository aufnehmen. Also was soll der Geiz ;-)

Sonstige Neuerungen

Alle Änderungen sind wie immer dem ChangeLog zu entnehmen. Die wichtigsten noch nicht genannten sind:

  • Neu/Verbesserung: Die Tischnummer kann jetzt bei der Ergebniseingabe auch direkt per Tastatur eingegeben werden.
  • Neu/Verbesserung: Die gewählten Einstellungen für „Allein gekommene Spieler berücksichtigen“ und die automatische Standardmarkierung für neue Anmeldungen sind jetzt (genau wie die neue Markierung für abwesende Anmeldungen) Bestandteil der Vorlage für Markierungen. Damit werden die dort gesetzten Einstellungen automatisch für neue Datenbanken voreingestellt.
  • Neu: Die gesetzte Standardmarkierung und die Einstellungen für allein gekommene Spieler werden jetzt (genau wie die neue Markierung für abwesende Anmeldungen) in der Datenbank gespeichert und beim Öffnen wiederhergestellt.
  • Bugfix: Wenn ein Paar-/Spielername editiert wird, dann werden offene Suchergebnisse auf der Ergebnisse- bzw. Ranglistenseite jetzt auch (wieder?) lokal korrekt aktualisiert, und nicht nur bei anderen Netzwerkteilnehmern.
  • Neu: Die bisher hart kodierten Einstellungen für das Netzwerk (Timeouts, Port des Discover-Servers etc.) können ab jetzt unter „Netzwerk“ im Einstellungen-Dialog verändert werden.
  • Änderung: Der Muckturnier-Server benutzt jetzt standardmäßig Port 8810 TCP und der Discover-Server Port 8811 UDP. Die beiden sind Stand jetzt nicht bei der IANA registriert, und es wurde auch noch keine „Illegal Activity“ darauf verzeichnet. Somit sollten diese beiden Ports tatsächlich „frei“ sein.
  • Neu: Beim Starten des Servers werden jetzt alle verfügbaren IP-Adressen (incl. aller IPv6-Adressen), die nicht die „Localhost“-Adressen 127.0.0.1 bzw. ::1 sind, zur Auswahl aufgelistet. Die erste benutzbare Adresse wird voreingestellt (wobei bei IPv6 globale bevorzugt werden). Ob eine IPv4- oder eine IPv6-Adresse als Voreinstellung ausgewählt werden soll, kann auf der „Netzwerk“-Seite in den Einstellungen ausgewählt werden.
  • Bugfix: Wenn eine Datenbank geöffnet ist, und eine andere geöffnet werden soll, das aber fehlschlägt, dann gibt es jetzt beim Weiterbearbeiten der zuletzt geöffneten Datenbank keinen Crash mehr.

Viel Spaß beim Mucken!

Weswegen man beim Mucken keinen Geier spielt

Beim Schafkopfen wird ja mitunter mit Geier gespielt. Ab und an wird auch beim Mucken mit Geier gespielt. So hat z. B. 2017 beim „1. Hofer Aufmucker“ auf dem Hofer Volksfest die Landjugend Reuthlas (die damals die Turnierleitung gemacht hat) als Reihenfolge „Muck über Wenz über Geier“ festgelegt. Und diese Regeln wurden seither nicht geändert; nächstes Mal ist es aber dann hoffentlich so weit.

Meiner Meinung nach gehört beim Mucken kein Geier gespielt. Und das entspricht auch der Meinung der absoluten Mehrheit der Teilnehmer der Umfrage, die ich im Zuge der Voranmeldung zur „2. Oberfränkischen Muckmeisterschaft“ (dem „3. Hofer Aufmucker“) gemacht habe: Mit einigem Abstand wollen die meisten „Muck über Wenz“ spielen, und mehr als die Hälfte bevorzugt eine Variante ohne Geier.

Ob man jetzt „Wenz über Muck“ oder „Muck über Wenz“ spielt, ist Geschmackssache. Aber es gibt eine stichhaltige Begründung, warum kein Geier gespielt gehört (zumindest dann nicht, wenn der Muck höher ist): Das ist nichts anderes als regelkonformes Telefonieren. Beispiel: Spieler 1 kommt raus und sagt einen Geier an. Was heißt das? „Ich habe Ober und Asse“. Spieler 2 sagt „weiter“. Spieler 3, der Mann von Spieler 1, hat ein paar Rote und einen Unter. Damit würde er weder einen Wenz, noch einen Muck ansagen. Da er aber weiß, dass sein Mann Ober hat, und der Muck mehr Punkte gibt, sagt er „Da können wir auch gleich einen Muck spielen“.

Regelkonformes Telefonieren eben. Beim Schafkopf ist das was anderes, weil man da seinen Geier ja allein spielt. Auf den Wenz trifft das nicht zu, weil die Unter vom Wenz beim Mucken niedrigere Trümpfe sind, als die Ober vom Geier.

So schaut’s aus ;-)